Supervision und Teamentwicklung
Kennen Sie folgende Situation? Sie verlassen eine Sitzung und merken, dass etwas seltsam war. Weshalb war die Luft so dick und die Stimmung angespannt? Warum finden Sie die getroffene Entscheidung nur mässig gut? Und weshalb haben Sie sich nicht durchgesetzt?
In Teamsupervisionen können solche Situationen gezielt bearbeitet werden. Ich begleite Teams dabei, ihre Themen zu ordnen und sowohl auf der Sach- als auch auf der Beziehungsebene zu klären. Durch das strukturierte Vorgehen und die wechselseitige Kommunikation über das eigene Erleben können Themen angesprochen werden, die im Alltag oft untergehen oder für die nie der richtige Zeitpunkt zu sein scheint.
Meine Supervisionen dauern in der Regel zwischen zwei und drei Stunden, je nach Teamgrösse. Glauben Sie mir: Die daraus entstehenden Erkenntnisse führen zu tragfähigen Beziehungen, zu vertrauensvoller Zusammenarbeit, zu mehr Zufriedenheit – und zu mehr Effizienz.
Der professionelle Blick von aussen
Dieses afrikanische Sprichwort spiegelt meine Haltung in Supervisionen wider. Ich orientiere mich an der Gruppe und an den einzelnen Teilnehmenden, sowohl im Tempo als auch in der Tiefe. Ich arbeite mit den Themen, die Sie einbringen und mir zur Verfügung stellen. Nebst meiner Expertise profitieren Sie von meinem Aussenblick, der es ermöglicht, Dinge zu erkennen und in einem sicheren Rahmen zu benennen, die den direkt Beteiligten schwerfallen.
Es interessiert und fasziniert mich immer wieder aufs Neue, was geschieht, wenn sich Menschen begegnen. Gerade in der beruflichen Zusammenarbeit können tragfähige Beziehungen den entscheidenden Unterschied ausmachen. Ich bin überzeugt und durfte es oft miterleben: Für Teams ist es stärkend, unausgesprochene und dennoch spürbare Themen anzusprechen. Es ist eine Art Ballast, der wegfällt und den Kopf frei macht für das Wesentliche – den Auftrag und die Arbeit.
Fragen & Antworten
Was bringt meiner Organisation eine Teamsupervision?
In Organisationen lassen sich viele Abläufe strukturieren und organisieren. Zuständigkeiten sind häufig über Pflichtenhefte oder Organigramme festgelegt. Arbeitsbeziehungen hingegen lassen sich nicht in gleichem Mass strukturieren. Hier stehen die Menschen im Mittelpunkt, die miteinander arbeiten.
Gerade bei Arbeitsbeziehungen spielen Themen «unter der Wasseroberfläche» eine grosse Rolle – also Aspekte, die nicht direkt sichtbar sind, aber dennoch Einfluss auf die Zusammenarbeit haben. Solche Themen können in der Supervision gemeinsam angeschaut und besprochen werden. Teamsupervision ist eine effiziente Form der Teamentwicklung, der Qualitätssicherung oder ganz allgemein ein unterstützendes «Schmiermittel» für eine gut funktionierende Zusammenarbeit.
«Dinge beim Namen nennen» klingt ganz schön direkt. Was muss ich denn in einer Supervision erzählen?
Ich bin Supervisor mit einem Masterabschluss und Lehrtrainer für Gruppendynamik. Beide Qualifikationen grenzen sich klar von therapeutischen Tätigkeiten ab. Sowohl in der Beratung als auch in der Supervision geht es um Themen, die die Zusammenarbeit, Ihre Rolle sowie weitere Aspekte der Arbeits- und Organisationswelt betreffen. Dabei fliesst immer auch ein Anteil an persönlicher Entwicklung mit. Sie bestimmen jedoch jederzeit selbst, wie viel, welche Inhalte und wie tief Sie diese Themen angehen möchten.
Sie können sich darauf verlassen, dass ich einen sicheren Rahmen schaffe und Ihnen meinen Blick von aussen zur Verfügung stelle. Dieses Zusammenspiel bildet die vertrauensvolle Grundlage für Reflexion und Weiterentwicklung.
Habe ich als Leitung Einfluss darauf, welche Themen in einer Supervision besprochen werden?
Unbedingt. Die Supervision ersetzt Ihre Leitungsaufgaben und Führungsverantwortung nicht. Sie dient dazu, einen gestalteten Reflexionsraum zu schaffen, in dem der Blick auf die Zusammenarbeit, auf bestimmte Prozesse oder auf einzelne Themen gerichtet werden kann.
Bieten Sie Probesupervision an?
Nein, ich biete keine Probesupervision an. In der Regel vereinbaren wir die Supervisionstermine für das ganze Jahr oder für den zeitlichen Rahmen des geplanten Prozesses gemeinsam im Voraus.
Was für mich selbstverständlich ist: Wenn wir die erste Supervision durchgeführt haben und feststellen sollten, dass die Chemie nicht stimmt oder die Art der Zusammenarbeit nicht passt, kann die Vereinbarung jederzeit aufgelöst werden. Bisher hat die Zusammenarbeit immer gut funktioniert; ich musste noch nie eine Vereinbarung auf diese Weise beenden.
Wie wird eine Supervision geplant?
Wenn es sich um die erste Supervision handelt, klären wir zunächst gemeinsam die Zusammenarbeit und besprechen, was in der Supervision geschehen soll und was nicht.
Danach geht es an die Themen des teilnehmenden Teams. In der Regel kontaktiere ich einige Tage vor dem Termin die zuständige Ansprechperson und frage nach, ob das Team spezifische Themen oder Fragen definiert hat, die innerhalb der Supervision bearbeitet werden sollen. Es ist selbstverständlich auch möglich, die zu besprechenden Themen direkt vor Ort festzulegen.
Was ist der Dreiecksvertrag?
Beim Dreiecksvertrag handelt es sich um die Vereinbarungen zwischen Ihnen als Auftraggeber, mir als Supervisor und dem Team, mit dem die Supervision durchgeführt wird.
Mit Ihnen als Auftraggeber schliesse ich den ersten Vertrag bzw. die erste Vereinbarung ab. Darin wird festgelegt, dass ich mit dem Team Supervision durchführe und welche Rahmenbedingungen Sie als Leitung setzen.
Mit dem Team vereinbare ich anschliessend einen zweiten Vertrag: den Vertrag der Zusammenarbeit in der Supervision. Darin klären wir unter anderem, wie wir zusammenarbeiten wollen und wie es um die Vertraulichkeit steht.